17 09 11 Ansprache von Nuntius Eterovic auf dem Internationalen Friedenstreffen der Gemeinschaft Sant'Egidio in Münster

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Ansprache des Apostolischen Nuntius
Erzbischof Dr. Nikola Eterović
bei der Internationalen Begegnung: "Wege des Friedens"

Münster, 11. September 2017

Das Martyrium in Vergangenheit und heutiger Lebenswirklichkeit
der Christen im Gedankengut von Papst Franziskus


 
Eminenz! Exzellenzen!
Liebe Vertreter der christlichen Kirchen und Gemeinschaften, 
sehr geehrte Repräsentanten aus Politik, Religionen, Gesellschaft und Kultur, 
liebe Schwestern und Brüder!
 
Einführung
 
„Wer sind diese, die weiße Gewänder tragen, und woher sind sie gekommen? (…) Dies sind jene, die aus der großen Bedrängnis kommen; sie haben ihre Gewänder gewaschen und im Blut des Lammes weiß gemacht.“ (Offb 7,13f.). Dieser Satz aus dem Buch der Offenbarung weist uns auf die Märtyrer hin. Das Martyrium ist tatsächlich ein universelles Merkmal der Kirche aller Zeiten. Allerdings sind wir heute Zeugen einer stark zunehmenden Verfolgung von Christen aller Konfessionen. 
 
Das zwanzigste Jahrhundert ist wegen seiner totalitären Ideologien und der Weltkriege als das „Jahrhundert des Martyriums“ bezeichnet worden. Mit Blick auf das Jubeljahr 2000 schrieb der Heilige Johannes Paul II: „Die Kirche des ersten Jahrtausends ist aus dem Blut der Märtyrer entstanden […] Am Ende des zweiten Jahrtausends ist die Kirche erneut zur Märtyrerkirche geworden. Die Verfolgung von Gläubigen – Priestern, Ordensleuten und Laien – hat in verschiedenen Teilen der Welt eine reiche Saat von Märtyrern bewirkt. Das Zeugnis für Christus bis hin zum Blutvergießen ist zum gemeinsamen Erbe von Katholiken, Orthodoxen, Anglikanern und Protestanten geworden […] Das ist ein Zeugnis, das nicht vergessen werden darf. […]In unserem Jahrhundert sind die Märtyrer zurückgekehrt, häufig unbekannt, gleichsam ‚unbekannte Soldaten‘ der großen Sache Gottes.” 1 Der heilige Johannes Paul II hat zahlreiche Märtyrer, Opfer des Nationalsozialismus und des Kommunismus, seliggesprochen. 
 
Eine Kirche des Dialogs und der Sendung ist immer auch eine Kirche der Märtyrer: „Siehe, ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe“ (Lk 10,3) sagte Jesus den 72 Jüngern bei ihrer Aussendung. Schafe können zu Wölfen nur von Frieden sprechen. Diese Friedensmission ist die Seele der Kirche und in ihr begründet sich das leuchtende Zeugnis der Märtyrer in vielen Teilen der Welt.
 
Die zentrale Rolle des Martyriums findet sich wie bei seinen Vorgängern auch in der Lehre von Papst Franziskus wieder. Er hat bei mehr als einer Gelegenheit darauf hingewiesen, dass die Märtyrer „heute leider zahlreicher sind als in den ersten Zeiten der Kirche.“ 2
 
Aus dem reichen Gedankengut Papst Franziskus‘ zum Martyrium der Christen möchte ich hier drei Punkte vertiefen: zunächst das Martyrium als Ökumene des Blutes, dann, dass eine Kirche ohne Märtyrer eine Kirche ohne Jesus ist, und zuletzt das Martyrium des alltäglichen christlichen Lebens.
 
1. Das Martyrium als Ökumene des Blutes
 
In diesem Jahr begehen wir 500 Jahre Reformation. In diesem Zusammenhang scheint es mir wichtig zu unterstreichen, dass das Martyrium in der Treue zu Christus von Christen der unterschiedlichsten Konfessionen, aus katholischen, evangelischen, orthodoxen und anglikanischen Kirchen, Lebenselixier der Einheit und lebendige Kraft für den ökumenischen Weg ist. Der Papst nennt diesen Weg bezeichnenderweise ‚Ökumene des Blutes‘.
 
Schon Papst Benedikt XVI hat 2011 bei der Begegnung mit Vertretern des Rats der Evangelischen Kirche in Deutschland den gemeinsamen Einsatz katholischer und evangelischer Christen im Widerstand gegen die totalitären Regime des zwanzigsten Jahrhunderts als einen starken Impuls für die Einheit bezeichnet. „Wie uns die Märtyrer der Nazizeit zueinander geführt und die große erste ökumenische Öffnung bewirkt haben, so ist auch heute der in einer säkularisierten Welt von innen gelebte Glaube die stärkste ökumenische Kraft, die uns zueinander führt, der Einheit in dem einen Herrn entgegen. Und darum bitten wir Ihn, dass wir neu den Glauben zu leben lernen und dass wir so dann eins werden.“ 3
 
Papst Franziskus vertieft den ökumenischen Wert des Martyriums weiter. Während seines Besuches beim koptisch-orthodoxen Patriarchen Tawadros II am 28. April 2017 in Kairo sagte er: „Das Reifen unseres ökumenischen Weges wird auf geheimnisvolle und mehr denn je aktuelle Weise auch von einer wahren und eigentlichen Ökumene des Blutes getragen. […] Wie viele Märtyrer in diesem Land haben von den ersten Jahrhunderten des Christentums an den Glauben auf heroische Weise bis zum Äußersten gelebt, indem sie lieber ihr Blut vergossen, als den Herrn zu verleugnen und den Verlockungen des Bösen oder auch nur der Versuchung nachzugeben, dem Bösen mit dem Bösen zu antworten. […] Lieber Bruder, wie das himmlische Jerusalem eines ist, so ist unser Martyrologium eines; eure Leiden sind auch unsere Leiden, und ihr unschuldiges Blut vereint uns. Setzen wir uns, gestärkt durch euer Zeugnis, dafür ein, uns der Gewalt zu widersetzen, indem wir das Gute predigen und säen und so die Eintracht wachsen lassen und die Einheit bewahren. Beten wir, dass die vielen Opfer den Weg in eine Zukunft in der vollen Einheit untereinander und des Friedens aller auftun.“4
 
Im ‚Bericht zur Religionsfreiheit weltweit 2016‘ von ‚Kirche in Not‘ findet sich folgende Bestandsaufnahme: „Ein wesentliches Ziel des islamistischen Hyper-Extremismus besteht in der vollständigen Verdrängung von Religionsgemeinschaften aus ihren alten Heimatländern – damit verursachen die Extremisten einen wahren Massen-Exodus. Durch die derart ausgelöste Migration trägt das Phänomen des Hyper-Extremismus zudem wesentlich zur Destabilisierung des sozioökonomischen Gefüges ganzer Kontinente bei, die Millionen geflüchtete Menschen aufnehmen bzw. aufnehmen müssen. Auch wenn die Ursachen für Migration vielfältig sind, so ist doch zweifellos die religiöse Überzeugung einer der wichtigsten Beweggründe. Schätzungen der Vereinten Nationen zufolge gab es Ende 2015 weltweit etwa 65,3 Millionen Flüchtlinge – die höchste Zahl, die jemals erfasst wurde, und ein Anstieg von über 9 % im Vergleich zum Vorjahr.“5 Ein besonders dramatisches Beispiel ist die syrische Stadt Aleppo: die Gesamtbevölkerung ist 2016 von 2,3 um 30 % auf 1,6 Millionen gesunken. Im gleichen Zeitraum sank die Anzahl der Christen um 80% und zählt nur noch 35.000 Menschen. Die rapide Dezimierung der religiösen Minderheiten in im Nahen Osten lässt um die Zukunft der Christen in den nächsten Jahren fürchten.6
 
Angesichts des Fundamentalismus und der blinden Gewalt ist die christliche Antwort der Dialog. So wird das Blut der Märtyrer aller christlichen Konfessionen zum Lebenselixier von Versöhnung und Frieden. In der Gemeinsamen Erklärung, die von Papst Franziskus und Papst Tawadros II. in Kairo unterzeichnet wurde, wird dieses Konzept der Ökumene des Blutes als Weg zur Einheit und des Friedens weiter ausgeführt: „Die tragischen Erfahrungen und das Blut, das unsere Gläubigen vergossen haben, die allein wegen ihres Christseins verfolgt und getötet wurden, erinnern uns umso mehr daran, dass uns die Ökumene der Märtyrer vereint und auf dem Weg zu Frieden und zu Versöhnung ermutigt. […] Einmal mehr sind die Märtyrer unsere Führer. In der frühen Kirche war das Blut der Märtyrer der Same für neue Christen. So sei auch in unseren Tagen das Blut so vieler Märtyrer Same für die Einheit unter allen Jüngern Christi, ein Zeichen und Werkzeug der Einheit und des Friedens für die Welt.“7
 
Papst Franziskus hieß die Initiative der Gemeinschaft von Sant’Egidio willkommen, am 22. April 2017 in Rom einen Wortgottesdienst im Gedenken an die neuen Märtyrer des zwanzigsten und einundzwanzigsten Jahrhunderts zu feiern. Er gab dort das Zeugnis eines muslimischen Flüchtlings weiter, den er bei seinem Besuch auf der Insel Lesbos getroffen hatte: „Ich möchte in dieser Kirche heute noch eine weitere Ikone hinzufügen. Eine Frau. Ich kenne ihren Namen nicht. Aber sie blickt vom Himmel her auf uns. Ich war in Lesbos, begrüßte die Flüchtlinge und traf auf einen etwa 30-jährigen Mann mit drei Kindern. Er hat mich angesehen und zu mir gesagt: »Vater, ich bin Muslim. Meine Frau war Christin. Die Terroristen sind in unser Land gekommen, sie haben uns gemustert, uns nach unserer Religion gefragt und sie haben gesehen, dass sie ein Kreuz trägt. Sie haben ihr gesagt, sie soll es auf die Erde werfen. Sie hat es nicht getan und sie haben ihr vor meinen Augen die Kehle durchgeschnitten. Wir haben uns so sehr geliebt!“8
 
2. Eine Kirche ohne Märtyrer ist eine Kirche ohne Christus
 
Das Martyrium spielt eine zentrale Rolle im christlichen Leben. Der Heilige Vater Franziskus betonte in einer Meditation während der Frühmesse in Santa Marta, dass „eine Kirche ohne Märtyrer, so möchte ich einmal sagen, eine Kirche ohne Jesus ist.“9 Das Martyrium ist daher nicht nur die persönliche Hingabe des Lebens aus Liebe zu Christus, sondern wird zur Conditio sine qua non, zur unabdingbaren Voraussetzung für die Existenz der Kirche. Oder um einen klassischen Ausdruck abzuwandeln: Ubi Martyr, ibi Ecclesia – wo Märtyrerblut vergossen wurde, ist die Kirche lebendig und wirksam.
 
In seinem programmatischen Dokument Evangelii Gaudium hat Papst Franziskus bekräftigt: „Der Jünger weiß sein ganzes Leben hinzugeben und es als Zeugnis für Jesus Christus aufs Spiel zu setzen bis hin zum Martyrium, doch sein Traum ist nicht, Feinde gegen sich anzusammeln, sondern vielmehr, dass das Wort Gottes aufgenommen werde und seine befreiende und erneuernde Kraft offenbare.“10
 
Diesem Gedankengang folgt er auch in der bereits angesprochenen Meditation im Rahmen der Frühmesse in Santa Marta vom 30. Januar 2017: „Die Märtyrer‘, so bekräftigte der Papst in diesem Zusammenhang, ‚sind jene Menschen, die die Kirche voranbringen; es sind jene, die die Kirche stützen, die sie einst gestützt haben und sie auch heute noch stützen. Und heute gibt es ihrer mehr als in den ersten Jahrhunderten‘, auch wenn ‚die Medien es nicht sagen, weil es keine Schlagzeilen macht. […] Die größte Stärke der Kirche beruht heute in den kleinen, den winzigen Ortskirchen, mit wenigen Menschen, die Verfolgung leiden, deren Bischöfe inhaftiert sind. Das ist heute unser Ruhm und unsere Stärke. ‘ Auch deshalb, so versicherte er, weil ‚eine Kirche ohne Märtyrer, so möchte ich einmal sagen, eine Kirche ohne Jesus ist. ‘“ 11
 
Eine Märtyrerkirche ist eine Kirche, die gegen den Strom schwimmt, eine Kirche „in der Welt, aber nicht von der Welt“, eine Kirche, die den Geschmack des Evangeliums bewahrt hat und es verkündet, ohne Angst, dafür zu leiden. Folglich ist das Martyrium für die Kirche Ausdruck ihrer Treue zu Christus und dem Evangelium. 
 
Bei der Generalaudienz am 28. Juni 2017 hat Papst Franziskus weiter ausgeführt: „Die Christen sind also Männer und Frauen, die ‚gegen den Strom schwimmen‘. Das ist normal: Da die Welt von der Sünde geprägt ist, die in verschiedenen Formen des Egoismus und des Unrechts zum Ausdruck kommt, geht derjenige, der Christus nachfolgt, in die entgegengesetzte Richtung. Nicht aus polemischem Geist, sondern aus Treue zur Logik des Reiches Gottes, die eine Logik der Hoffnung ist und in einen Lebensstil umgesetzt wird, der auf den Weisungen Jesu gründet. […] Diese Treue zum Stil Jesu – der ein Stil der Hoffnung ist – bis zum Tod wird von den ersten Christen mit einem wunderschönen Namen bezeichnet: ‚Martyrium‘. Das bedeutet ‚Zeugnis‘. Es hätte viele andere Möglichkeiten gegeben, die vom Vokabular geboten wurden: Man hätte es Heroismus, Selbstverleugnung, Selbstaufopferung nennen können. Aber die Christen der ersten Stunde haben es mit einem Namen bezeichnet, der nach Jüngerschaft duftet.“ 12
 
Das christliche Martyrium wurzelt in der Hingabe des Lebens in Treue zu Christus, für den Frieden, die Gemeinschaft und die Liebe zum Nächsten. Wie sehr unterscheidet es sich darin von den Selbstmordattentätern, die sich umbringen, um unschuldigen Menschen Hass, Tod und Terror zu bringen. In der schon zitierten Generalaudienz sagt Papst Franziskus weiter: „Die Christen stößt die Vorstellung ab, dass Selbstmordattentäter als ‚Märtyrer‘ bezeichnet werden können: In ihrem Ende gibt es nichts, das auch nur annähernd der Haltung der Kinder Gottes entspräche.“13 Und während der Trauermesse für Pater Jaques Hamel, der am 26. Juli 2016 von einem fanatischen Islamisten während eines Gottesdienstes ermordet wurde, unterstrich Papst Franziskus, dass das Morden im Namen Gottes das Gegenteil des christlichen Martyriums sei, ein echtes Werk des Teufels, das von allen Religionsgemeinschaften klar verurteilt werden müsse: „Heute werden Christen ermordet, gefoltert, abgeschlachtet, weil sie Christus nicht verleugnen. […] Und diese Grausamkeit … ist satanisch. Wie gut wäre es, wenn alle religiösen Bekenntnisse bekräftigen würden: ‚Es ist satanisch, im Namen Gottes zu töten.‘“14
 
3. Das Martyrium des gewöhnlichen christlichen Lebens
 
Wenn das Martyrium im engeren Sinn die Hingabe des Lebens usque ad effusionem sanguinis, bis zum Blutvergießen bedeutet, hat es doch auch noch andere, mehr spirituelle und innere Dimensionen. So sind das Martyrium des Herzens, das Martyrium der täglichen Pflicht und der Treue zur Berufung Ausdruck für den hohen Anspruch, der an das Leben eines Christen und die Heiligkeit im Alltag gestellt wird. 
 
Darauf nimmt Papst Franziskus in seiner Predigt während der Frühmesse am 21. April 2015 Bezug. „‘Es gibt weiter auch die verborgenen Märtyrer, diese Männer und Frauen, die der Kraft des Heiligen Geistes, der Stimme des Geistes, treu sind, die Wege bahnen, die neue Wege suchen, um ihren Brüdern zu helfen und Gott noch mehr zu lieben.‘ Und die eben aus diesem Grund ‚verdächtigt, verleumdet und verfolgt werden von vielen modernen Hohen Räten, die sich für die Herren der Wahrheit halten‘. Heute, so sagte der Papst, gebe es ‚unzählige Märtyrer im Verborgenen‘, und unter ihnen seien sehr viele, ‚die um der Treue in ihrer Familie willen viel zu leiden haben. Unsere Kirche ist eine Kirche der Märtyrer.‘“15
 
Ich möchte diese Überlegungen über die christliche Bedeutung des Martyriums mit dem Zeugnis eines Märtyrers des zwanzigsten Jahrhunderts abschließen, der dem Heiligen Vater Franziskus sehr am Herzen liegt: Dem Seligen Oscar Arnulfo Roméro. Er wurde in odium fidei, aus Hass gegenüber gläubigen Christen am 24. März 1980 ermordet und am 23. Mai 2015 seliggesprochen. Er schrieb: „Nicht alle haben die Ehre, ihr Blut zu geben, für den Glauben zu sterben. Wir alle müssen bereit sein, für unseren Glauben zu sterben, auch wenn der Herr uns diese Ehre nicht zuteilwerden lässt. Ja, wir sind bereit, bis wir im Moment unserer Rechenschaft sagen können: ‚Herr, ich war bereit, das Leben für dich zu geben. Und ich habe es gegeben.‘ Das Leben hingeben bedeutet nicht nur, getötet zu werden: Das Leben hingeben, den Geist des Martyriums besitzen, bedeutet, es in der Pflicht, in der Stille, im Gebet, in aufrichtiger Pflichterfüllung hinzugeben, in der Stille des täglichen Lebens. Das Leben nach und nach hingeben? Ja, wie eine Mutter es hingibt, die ohne Furcht, in der Einfachheit des mütterlichen Martyriums, in ihrem Schoß ein Kind empfängt, es zur Welt bringt, es stillt, es heranwachsen lässt und liebevoll für es Sorge trägt. Das bedeutet, das Leben hinzugeben. Das ist Martyrium.“16
 
Abschluss
 
Beten wir, dass der Schatz der Heiligkeit und des leuchtenden Beispiels so vieler Märtyrer aus Vergangenheit und Gegenwart uns leiten möge, Wege des Friedens zu gehen, um eine Gesellschaft im Sinne des Evangeliums aufzubauen, eine solidarische Gesellschaft, und folglich eine menschlichere Gesellschaft. Im Martyrium, sei es nun das Martyrium des Blutes oder das unblutige Martyrium unseres Weges zur Heiligkeit, hat Jesus uns den Schatz der wahren christlichen Freude enthüllt: „Selig seid ihr, wenn man euch schmäht und verfolgt und alles Böse über euch redet um meinetwillen. Freut euch und jubelt, denn euer Lohn wird groß sein im Himmel.“ (Mt 5, 11-12)
 
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.
 
1 Johannes Paul II, Apostolisches Schreiben Tertio Millennio Adveniente, 10. November 1994, N. 37.
2 Franziskus , Angelus,  26. Dezember 2013; Regina Coeli, 6. April 2015; Predigt, 14. September 2016; Predigt, Frühmesse in Santa Marta, 31. Januar 2017, L'Osservatore Romano, Wochenausgabe in deutscher Sprache, Nr. 6, 10. Februar 2017; Meditation, Pfingstvigil, 3. Juni 2017; Generalaudienz, 28. Juni 2017.
3 Benedikt XVI., Begegnung mit Vertretern des Rats der Evangelischen Kirche in Deutschland. Ansprache. Erfurt, 23. September 2011.
4 Franziskus, Höflichkeitsbesuch bei Papst Tawadros II. Ansprache. Kairo, 28. April 2017.
5 Kirche in Not (Hrsg.), Religionsfreiheit weltweit. 2014-2016. Ein Überblick. Sutton, 2016, S. 15.
6 Vgl. Ebda, S. 15-16.
7 Gemeinsame Erklärung Seiner Heiligkeit Franziskus und Seiner Heiligkeit Tawadros II., 28. April 2017, NN 9-10.
8 Franziskus, Wortgottesdienst mit der Gemeinschaft Sant’Egidio zum Gedenken an die “Neuen Märtyrer” des 20. und 21. Jahrhunderts, Predigt, 22. April 2017.
9 Franziskus, Predigt, Frühmesse in Santa Marta, 30. Januar 2017, L'Osservatore Romano, Wochenausgabe in deutscher Sprache, Nr. 6, 10. Februar 2017.
10 Franziskus , Apostolisches Schreiben Evangelii Gaudium, 24. November 2013, N. 24.
11 Franziskus, Predigt, Frühmesse in Santa Marta, 30. Januar 2017, L'Osservatore Romano, Wochenausgabe in deutscher Sprache, Nr. 6, 10. Februar 2017.
12 Franziskus, Generalaudienz, 28. Juni 2017.
13 Ebd.
14 Franziskus, Predigt,  14. September 2016.
15 Franziskus, Predigt, Frühmesse in Santa Marta, 21. April 2015, L'Osservatore Romano, Wochenausgabe in deutscher Sprache, Nr. 18, 1. Mai 2015.
16 Oscar Ranulfo Romero, Predigt zum Requiem von Alfonos Navarro, von Todesschwadronen ermordeter Priester, am 15. Mai 1977.