13 12 06 Begrüßungsansprache von Nuntius Eterovic beim Empfang der Vertreter der kath. Kirche in Deutschland

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. PDFDruckenE-Mail



Begrüßungsansprache
des Apostolischen Nuntius
S.E. Erzbischof Dr. Nikola Eterović
beim Empfang in der Apostolischen Nuntiatur
für die Vertreter der Kath. Kirche in Deutschland

Berlin, den 6.Dezember 2013


 

Eminenz, Exzellenzen,
liebe Brüder und Schwestern!

„Lobet den Herrn, denn er ist gütig, denn seine Huld währt ewig“(Ps 118,1)

Diese Worte des Psalmisten sind gut geeignet für unsere heutige Begegnung am Fest des Heiligen Nikolaus, des Bischofs von Myra. Die Bibel beschreibt Gott oft als gütig und barmherzig. Es handelt sich um Bezeichnungen, die nicht exklusiv für Gott gelten, aber gerade auf ihn hin höchst bedeutsam sind. Gleichsam wie einen Widerschein, eine Reflexion, finden wir sie wieder auf den Gesichtern vieler Heiliger der Kirche, die wir verehren und nachahmen mögen. Einen besonderen Platz unter diesen Heiligen nimmt der Heilige Nikolaus ein (geboren etwa 270 und gestorben im Jahre 343), der unter anderem am ersten ökumenischen Konzil in Nicea im Jahr 325 teilgenommen hat. Das Konzil verurteilte die Lehre des Arius und stellte dagegen ausdrücklich die Gottheit Jesu Christi klar. Der Heilige Nikolaus ist ein ökumenischer Heiliger, gefeiert sowohl im Orient wie im Okzident, im Morgenland und im Abendland. Er ist ein populärer Heiliger in vielen Ländern, so auch in Deutschland, der zu den Kindern Geschenke bringt. Sein Leben ist verbunden mit vielen Legenden, die - ganz allgemein - seine große Güte unterstreichen. Es genügt daran zu erinnern, wie der Heiligen Nikolaus einen armen Mann beschenkte, damit seine drei Töchter heiraten konnten und sie so vor einem erbärmlichen Leben bewahrte. Der Heilige Nikolaus ist Vorbild eines Bischofs, der einlädt, großzügig zu sein, gütig und barmherzig - als ein Abbild Jesu Christi, des guten Hirten.

Im Heiligen Nikolaus begegnet uns einer, der die Güte und Barmherzigkeit Gottes mehr durch sein Leben als durch Worte verkündet. Also habe ich die Gelegenheit genutzt, für heute die Vertreter der Katholischen Kirche in Deutschland in die Apostolische Nuntiatur einzuladen, wobei das Bistum Berlin dabei ein wenig privilegiert ist, da sich hier die Vertretung des Heiligen Stuhls befindet. Es ist mein Namenstag, aber vor allem eine Gelegenheit, Sie am Beginn meiner Mission als Vertreter des Heiligen Vaters Franziskus in der Bundesrepublik Deutschland zu grüßen. Ihnen allen übermittle ich die besten Wünsche und herzlichen Grüße unseres verehrten Bischofs von Rom, zusammen mit seinem Apostolischen Segen.

Das Fest des Heiligen Nikolaus  kann auch gesehen werden als Pforte, die uns zum Weihnachtsfest führt und ihm näherbringt. An Weihnachten betrachten wir das Erscheinen der Gnade Gottes in unserem Erlöser Jesus Christus, „um alle Menschen zu retten“ (Tit 2,11).  Von Herzen wünsche ich Ihnen allen, die Sie hier sind, und durch Sie Ihren Mitarbeitern und Familienangehörigen und Gemeinschaften, Ihren Pfarreien und Verbänden ein frohes Weihnachtsfest voll der Güte und Barmherzigkeit des Herrn. Mit unserem Gebet mögen wir seine Wiederkunft beschleunigen. Maranatha. „Komm, Herr Jesus“ (Offb 22,20).