12 09 22 Grußwort von Nuntius Périsset zur Eröffnung des "Papst-Hauses" in Pentling

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. PDF | Drucken | E-Mail



Grußwort
des Apostolischen Nuntius in Deutschland,
Erzbischof Dr. Jean-Claude Périsset,
bei der Eröffnung des „Papst-Hauses“ in Pentling

22. September 2012


Sehr geehrter, lieber Herr Erzbischof Gerhard Ludwig,
lieber Herr Prälat Georg,
sehr geehrte Vertreter des politischen und gesellschaftlichen Lebens,
sehr verehrte Gäste!

Heute wird das „Papst-Haus“ hier in Pentling der Stiftung „Papst Benedikt XVI.“ übergeben, damit es auf Dauer gesichert ist. Wir können wohl verstehen, wie in Joseph Kardinal Ratzinger, solange er Präfekt der Glaubenskongregation war, die Hoffnung lebendig blieb und sicher zunahm, sich hierher zurückziehen und hier den wohlverdienten Ruhestand verbringen zu können.

Die Wege Gottes sind anders: Der Theologieprofessor Joseph Ratzinger wurde Erzbischof von München und Freising und dann Präfekt der Kongregation für die Glaubenslehre, und schließlich wurde er Hirte der gesamten Kirche.

Wir können Vermutungen darüber anstellen, mit welcher Freude er immer wieder – schließlich wohl immer weniger – daran glaubte, dass er nach hier oben zurückkommen könnte, aber er kam – sogar als Papst –, nur ganz kurz.

Andere haben sich um den Garten – „un jardin de curé“, sagt man in meiner Muttersprache – gekümmert. Und jetzt wird die Stiftung mit gleicher Sorge und Liebe dieses beschauliche Zuhause bewahren und pflegen. Es ist sicher tröstlich für Papst Benedikt und für Sie, Prälat Georg, zu wissen, dass Ihr Haus seinen Charakter und sein Gepräge bewahren wird, wo Sie beide in Gedanken sich gelegentlich treffen mögen und dann die geistige Nähe brüderlicher Verbundenheit erfahren dürfen.

Mit dem Segen Gottes wird Ihr renoviertes Haus weit geöffnet für die Stiftung und für alle, die aus Ihrer Freundschaft, Ihrer Weisheit und Menschlichkeit schöpfen möchten – und vor allem aus Ihrer Glaubensausstrahlung.
Mögen die Besucher auch der kommenden Zeit hier Orientierung erfahren – und Ermutigung, sich immer neu auf Gottes Wege einzulassen.

Ich danke Ihnen.