17 09 17 Grußwort von Nuntius Eterovic anlässlich des 25jährigen Bischofjubiläums S.E. Friedhelm Hofmann

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Grußwort des Apostolischen Nuntius
Erzbischof Dr. Nikola Eterović, 
aus Anlass des Silbernen Bischofsjubiläums  
Seiner Exzellenz Dr. Friedhelm Hofmann,  
Bischof von Würzburg 

Würzburg, 17. September 2017


 
„Singet ihm ein neues Lied“ (Ps 33,3)
 
Eminenzen, Exzellenzen, 
liebe Priester, Diakone und Ordensleute, 
verehrte Vertreter der anderen christlichen Kirchen und Gemeinschaften,
sehr geehrte Repräsentanten aus Religion, Politik und Gesellschaft, 
liebe Brüder und Schwestern!
 
In der Bibel finden wir häufig die Ermunterung, dem Herrn ein neues Lied zu singen. Sie findet sich vor allem in den Psalmen. Der vom Heiligen Geist inspirierte Verfasser lädt ein, dem Herrn zu singen, seinen Namen zu preisen und von Tag zu Tag sein Heils zu verkünden (vgl. Ps 96,2), „denn er hat wunderbare Taten vollbracht“ (Ps 98,1). Der Gesang wird oft mit Instrumenten begleitet: „Singet ihm ein neues Lied, greift voll in die Saiten und jubelt laut“ (Ps 33,3), „seinen Namen sollen sie loben …, ihm spielen auf Pauken und Harfen“ (Ps 149,3).
 
Auch wir, liebe Brüder und Schwestern, sind heute in der mächtigen und schönen Kathedrale von Würzburg versammelt, um dem Herrn zu singen und ihm zu danken für das Geschenk des Silbernen Bischofsjubiläums des Oberhirten dieser Ortskirche, Seiner Exzellenz Mons. Dr. Friedhelm Hofmann. Vor 13 Jahren ist er nach Würzburg gekommen, um seinen Dienst als Diözesanbischof zu versehen. Seit dem 25. Juni 2004 ist er der 88. Bischof dieser geliebten Kirche von Würzburg. Vorher war er 12 Jahre Weihbischof in Köln, jener Erzdiözese in der er bis dahin 23 Jahre priesterlich gewirkt hat.
 
„Singet dem Herrn ein neues Lied“. Als Vertreter des Heiligen Vaters Franziskus in der Bundesrepublik Deutschland danke ich Ihnen, Exzellenz, herzlich für den selbstlosen Dienst und den großen pastoralen Einsatz. Besonders danke ich Ihnen für Ihre Tätigkeit und aktive Mitwirkung bei den Arbeiten der Deutschen Bischofskonferenz, vor allem als Vorsitzender der Liturgiekommission. Sie sind außerdem Mitglied der Kommission für Wissenschaft und Kultur, wo Sie ein ausgesprochener Kunstsinn, besonders bei der Sakralkunst, auszeichnet. Von dieser Gabe hat auch die Diözese Würzburg und die Katholische Kirche in Deutschland profitiert. Es ist an die wichtige Arbeit als Vorsitzender der Unterkommission „Gemeinsames Gebet- und Gesangbuch“ der Liturgiekommission der Bischofskonferenz zu erinnern. Dabei handelt es sich um Tätigkeiten, die Sie über Jahre in Anspruch genommen haben und die Ihnen ermöglichten, Ihre wertvollen Anregungen bei der Veröffentlichung des Gotteslobes in deutscher Sprache einzubringen. Dieses Buch, das in sehr hoher Auflage erschienen ist, wird normalerweise in den Kirchen deutscher Sprache benutzt. Sie alle singen dem Herrn ein neues Lied. Daher Danke auch für diesen großen Einsatz und die Ausdauer in der Verwirklichung jenes so wichtigen Projektes.
 
Der Christ ist gerufen, alle Tage seines Lebens dem Herrn ein neues Lied zu singen. Sie werden nunmehr aus Altergründen auf das Amt als Diözesanbischof verzichten und der Kirche auf andere Weise dienen, vor allem durch das Gebet, solange Zeit Ihnen die göttliche Vorsehung zumisst. Diesbezüglich habe ich die Aufgabe zu verkünden, daß Papst Franziskus Ihren Verzicht vom Amt als Bischof der Diözese Würzburg angenommen hat, den Sie ihm gemäß den Normen des kirchlichen Rechts vor Ihrem 75. Geburtstag eingereicht haben. Diese Entscheidung wird morgen um 12.00 Uhr öffentlich bekanntgegeben.
 
Verehrter, lieber Herr Bischof, während der Feier dieser Heiligen Messe haben wir dem Herrn ein neues Lied gesungen, gemeinsam mit Ihnen, um Ihm für das Wunderbare zu danken, dass er durch Sie in der Diözese Würzburg, einem lebendigen Teil der Katholischen Kirche, gewirkt hat. Zu unserem Gesang vereint sich der himmlische Chor, die heiligen Patrone dieser Kathedrale und des Bistums, Kilian, Kolonat und Totnan. Sie und die übrigen Heiligen und Seligen von Würzburg, gemeinsam mit der seligen Jungfrau Maria, der Mutter der Kirche vereinen sich mit uns zum Lobpreis zu Gott dem Vater, Sohn und Heiligen Geist,  und wir alle rufen: „Singet dem Herrn ein neues Lied! Sein Lob erschalle in der Gemeinde der Frommen“ (Ps 149,1).