18 01 24 Grußwort von Nuntius Eterovic beim Mittagessen für die beim Heiligen Stuhl akkreditierten Botschafter

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Grußwort
des Apostolischen Nuntius 
Erzbischof Dr. Nikola Eterović, 
beim Mittagessen für die beim Heiligen Stuhl akkreditierten Botschafter

Berlin, 24. Januar 2018


 
Exzellenzen, verehrte Kolleginnen und Kollegen!
 
Herzlich begrüße ich Sie in der Apostolischen Nuntiatur in Berlin, dem Sitz des Heiligen Stuhls in der Bundesrepublik Deutschland. Mit der Bezeichnung Heiliger Stuhl sind der Heilige Vater und seine engsten Mitarbeiter in der Römischen Kurie gemeint. In der Apostolischen Nuntiatur arbeitet und lebt der Apostolische Nuntius, der Botschafter des Heiligen Stuhls, der Vertreter von Papst Franziskus in Deutschland.
 
Exzellenzen, Sie vertreten Ihre Länder bei den deutschen Autoritäten, nachdem Sie die Beglaubigungsschreiben dem Präsidenten der Bundesrepublik Deutschland überreicht haben. Zugleich sind Sie die Vertreter Ihrer Länder beim Heiligen Stuhl als nichtresidierende Botschafter, denn Sie arbeiten und leben in Berlin. Von den 185 Botschaftern beim Heiligen Stuhl residieren 89 in Rom. Die anderen Botschafter leben in verschiedenen Städten, davon 14 in Berlin. Die institutionelle Verbindung mit dem Heiligen Stuhl ist der Grund unserer heutigen Begegnung. Es ist eine besondere Zusammenkunft, obwohl wir uns in Berlin oft treffen, vor allem bei den feierlichen Anlässen als Mitglieder des Diplomatischen Corps, wo der Apostolische Nuntius der Dekan ist.
 
Als akkreditierte Vertreter beim Heiligen Stuhls verfolgen Sie auf Ihre Weise die Aktivitäten des Heiligen Vaters, des Bischofs von Rom und Hirten der Universalkirche auf den Gebieten von Religion, Politik, des Sozialen und Kulturellen. Tagtäglich kann man dies in den verschiedenen Ansprachen des Papstes, die religiöser und sozialer Natur sind, bei den zahlreichen persönlichen und bilateralen Begegnungen, während der Apostolischen Reisen und den Eingaben der Vertreter des Heiligen Stuhls bei den Internationalen Organisationen etc. verfolgen. Der Heilige Vater zeigt einige Leitlinien, die vom Heiligen Stuhl im Konzert der Nationen verfolgt werden, jeweils in der Ansprache beim Neujahrsempfang für das beim Heiligen Stuhl akkreditierten Diplomatischen Corps auf. So nahm Papst Franziskus in seiner Ansprache am 8. Januar 2018 Bezug zu zwei Jahrestage: das Ende des 1. Weltkrieges vor 100 Jahren (11. November 1918) und die Erklärung der allgemeinen Menschenrechte vor 70 Jahren (10. Dezember 1948), was zugleich zwei wichtige Handlungsfelder des Heiligen Stuhls anzeigt: Frieden und Achtung der Menschenrechte. Es ist nicht nötig, die Einzelheiten zu nennen, da einige von Ihnen diese Ansprache gehört haben, als sie an dem erwähnten Empfang im Vatikan teilnahmen. Die Würde der menschlichen Person, die nach dem Bild Gottes geschaffen ist (vgl. Gen 1,27), und die Verwirklichung des österlichen Grußes Jesu: „Friede sei mit euch“ (Joh 19,19) beleuchten zwei wichtige Tätigkeitsbereiche der Katholischen Kirche, deren Zentrum der Heilige Stuhl repräsentiert. Das ist unter anderem Gegenstand des internationalen Rechts. 
 
Exzellenzen, verehrte Kollegen, danke, daß Sie der Einladung zu diesem freundschaftlichen Zusammentreffen gefolgt sind, das mittlerweile zur Tradition geworden ist. Da wir uns noch im Januar, dem ersten Monat des Jahres 2018 befinden, wünsche ich Ihnen, Ihren Familien und den Landsleuten Ihrer Länder alles Gute und erbitte Ihnen für jeden Tag dieses Jahres den Segen des Allmächtigen. 
 
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.