16 11 12 Grußwort von Nuntius Eterovic zur Einführung von S.E. Dr. Helmut Dieser als Bischof von Aachen

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Grußwort des Apostolischer Nuntius
Erzbischof Dr. Nikola Eterović,
zur Einführung von S.E. Dr. Helmut Dieser 
als Bischof von Aachen

Aachen, 12. November 2016
 

 
Eminenzen, Exzellenzen, 
liebe Priester, Diakone und Ordensleute, 
verehrte Vertreter der anderen christlichen Kirchen und Gemeinschaften,
sehr geehrte Repräsentanten aus Religion, Politik und Gesellschaft, 
liebe Brüder und Schwestern!
 
„Bemüht euch, die Einheit des Geistes zu wahren durch den Frieden, der euch zusammenhält“ (Eph 4,3). 
 
In der christlichen Gemeinde gibt es verschiedene Berufungen und Ämter, die in dem einen Herrn Jesus Christus durch das Wirken des Heiligen Geistes geeint sind. Der Heilige Apostel Paulus mahnt die Gemeinde in Ephesus zu diesem Frieden, der die Einheit des Geistes wahrt. 
 
Mit großer Freude empfängt das Bistum Aachen heute seinen neuen Bischof, Seine Exzellenz Mons. Dr. Helmut Dieser. Vor der Verlesung der Ernennungsbulle, die der Heilige Vater Franziskus nach der Wahl des Kandidaten durch das Aachener Domkapitel unterzeichnet hat, habe ich die Ehre, Ihnen allen die herzlichen Grüße des Bischofs von Rom und Hirten der Universalkirche zu überbringen. Ich grüße in besonderer Weise Mons. Helmut Dieser, Euren neuen Bischof, der berufen worden ist, Vater und Hirte aller zu sein, besonders der Priester, welche die „notwendigen Helfer und Ratgeber im Dienstamt der Belehrung, der Heiligung und der Leitung des Gottesvolkes“ sind (PO 7).
 
Verehrte Exzellenz, ich wünsche Ihnen, daß sie mit der Gnade des Heiligen Geistes das Ihnen anvertraute Volk Gottes der Aachener Ortskirche zu dem Ziel führen können, das der Völkerapostel im Brief an die Epheser aufzeigt: „So sollen wir alle zur Einheit im Glauben und in der Erkenntnis des Sohnes Gottes gelangen, damit wir zum vollkommenen Menschen werden und Christus in seiner vollendeten Gestalt darstellen“ (Eph 4,13). Diesen kirchlichen Weg möge man immer in Gemeinschaft mit dem Römischen Pontifex gehen, dem Nachfolger des Petrus, denn er ist „das immerwährende, sichtbare Prinzip und Fundament für die Einheit der Vielheit von Bischöfen und Gläubigen“ (LG 23). 
 
Als Vertreter des Heiligen Vaters in der Bundesrepublik Deutschland danke ich von Herzen Seiner Exzellenz Mons. Karl Borsch für seinen Dienst als Diözesanadministrator. 
 
In der Reihe der Bischöfe im Bistum Aachen werden Sie, lieber Bischof Helmut Dieser, nunmehr der achte Hirte dieser geliebten Ortskirche sein, die über 21 Jahre unter der Führung Ihres verehrten Vorgängers, Seiner Exzellenz Dr. Heinrich Mussinghoff gestanden hat. Im Namen des Heiligen Vaters Franziskus danke ich ihm für all das Gute, das er für die Diözese Aachen und die Katholische Kirche in Deutschland gewirkt hat. 
 
Das Bistum Aachen birgt in der Mitte dieser Kathedrale die Reliquien von Kaiser Karl dem Großen, der diese Stadt und diesen Dom zum Mittelpunkt seines großen Reiches gemacht hatte. An diesem Tag der Freude darf man daher einstimmen in den Hymnus des Urbs Aquensis, urbs regalis, wo es heißt: „Singt dem Himmelskönig Lieder, / Festesfreude füllet wieder / Karls des Großen Heiligtum!“. Große Freude erfüllt die Gläubigen aber besonders, wenn die Heiligtümer zur Verehrung gezeigt werden, worunter das Kleid der Gottesmutter Maria hervorleuchtet und uns daran erinnert, daß sie die Patronin dieser Kathedrale und mit dem Hl. Apostel Matthias des ganzen Bistums Aachen ist. Mit solchen Schätzen gesegnet, möge der neue Bischof von Aachen gestärkt sein zur Erfüllung seines Dienstes zum Aufbau des Leibes Christi, der die Kirche ist (vgl. Eph 4,12; Kol 1,18). Alles Wirken ziele auf das fruchtbare Bemühen hin, „die Einheit des Geistes zu wahren durch den Frieden, der euch zusammenhält“ (Eph 4,3). So erfüllt sich das Gebet unseres Herrn Jesus Christus: „Sie sollen vollendet sein in der Einheit, damit die Welt erkennt, daß du mich gesandt hast und die Meinen ebenso geliebt hast wie mich“ (Joh 17,23).