Grußwort von Nuntius Eterovic beim Abschiedsempfang

Apostolische Nuntiatur zu Berlin, 23. April 2026

Exzellenzen,
verehrte Kolleginnen und Kollegen im Diplomatischen Korps
liebe Mitbrüder im bischöflichen, priesterlichen und diakonischen Dienst,
sehr geehrte Damen und Herren!

Es ist mir eine Ehre, Sie heute in dieser Apostolischen Nuntiatur begrüßen zu dürfen. Nach über zwölf Jahren als Vertreter von Papst Franziskus und nunmehr des Heiligen Vaters Leo XIV. in der Bundesrepublik Deutschland verabschiede ich mich und beende meine diplomatische Mission. Ich verlasse Deutschland mit dankbarem Herzen. Unzählige Begegnungen mit Ihnen oder Ihren Vorgängern als Diplomaten Ihrer verehrten Länder und internationalen Organisationen sind mir ein Schatz an Erinnerungen. Ich danke für das Vertrauen, dass Sie mir als Dekan des diplomatischen Kollegiums entgegengebracht haben. In Ihrem Namen durfte ich vor den Herren Bundespräsidenten Joachim Gauck und Frank Walter Steinmeier, vor der Bundeskanzlerin Angela Merkel und Kanzler Olaf Scholz und vor den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten jener Länder, die wir im Laufe der Jahre besucht haben, sprechen. Mit Freude habe ich Ihre Gastfreundschaft bei den Nationalfeiertagen und vielen anderen Gelegenheiten erleben können. Dabei war ich stets für den kollegialen Umgang miteinander dankbar. Die Diplomatie des Heiligen Stuhls gründet auf dem Respekt vor dem Internationalen Recht und den Ländern weltweit. In dieser Weltstunde wiederhole ich die Worte von Papst Leo XIV., die er in Algier vor den Repräsentanten von Staat und Gesellschaft und dem Diplomatischen Korps gesprochen hat und für jedes Volk dieser Erde gelten dürfen: „Ich komme zu Ihnen als Zeuge des Friedens und der Hoffnung, nach denen sich die Welt zutiefst sehnt und die Ihr Volk stets angestrebt hat: ein Volk, das von den Herausforderungen nie besiegt wurde, weil es in jenem Sinn für Solidarität, Gastfreundschaft und Gemeinschaft verwurzelt ist, von dem das alltägliche Leben von Millionen bescheidener und gerechter Menschen durchdrungen ist“ (13. April 2026).

Alle, die Sie heute in das Haus von Papst Leo XIV. in Berlin gekommen sind, grüße ich mit dankbarer Freude. Über die Jahre meines Dienstes in Deutschland sind mir viele von Ihnen ans Herz gewachsen. In meinem Herzen nehme ich Sie mit in meine Heimat Kroatien, wohin ich mich am kommenden Montag verabschieden werde.

Ich danke Seiner Exzellenz, Mons. Dr. Heiner Wilmer, dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, für das Wort, das er im Anschluss an Sie richten wird.

Mein Wort des Dankes schließe ich mit einem Wort von Papst Franziskus aus dem Apostolischen Schreiben Evangelii gaudium, das ich mir für meine Sendung in Deutschland zu eigen gemacht habe: „Die Mission im Herzen des Volkes ist nicht ein Teil meines Lebens oder ein Schmuck, den ich auch wegnehmen kann; sie ist kein Anhang oder ein zusätzlicher Belang des Lebens. Sie ist etwas, das ich nicht aus meinem Sein ausreißen kann, außer ich will mich zerstören. Ich bin eine Mission auf dieser Erde, und ihretwegen bin ich auf dieser Welt“ (Nr. 273).

Herzlich willkommen!

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